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Heidelberg: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (100%)

Kategorie: Allgemein, Jobs


UniversitätsKlinikum Heidelberg

Stellenausschreibung
Kennwort: GHGA-SoWi

Am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, Forschungsschwerpunkt „Translationale Medizinethik“ (Prof.  Dr. med. Dr. phil. Eva Winkler) ist die Stelle einer/s

Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in (w,m,d) für 24 Monate (100%)

baldmöglichst zu besetzen.

Die Stelle dient der sozialempirischen Erforschung von Fragestellungen rund um die Nutzung

von Daten von Patienten*innen zwischen medizinischer Versorgung und Forschung. Die Stelle dient der Bearbeitung eines Teilprojekts im Rahmen der Förderung des German Human Genome-Phenome Archive (GHGA; https://ghga.dkfz.de/), einem großen nationalen Konsortium zur Errichtung einer Daten-Infrastruktur zur Speicherung und Nutzung insbesondere von genomischen Daten von Patienten zu Forschungszwecken. Die Stelle selbst sowie das gesamte GHGA-Konsortium werden gefördert im Rahmen des Förderprogramms zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), koordiniert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Das GHGA Konsortium umfasst zahlreiche Standorte und hat einen informationstechnologischen Schwerpunkt. 

Die ausgeschriebene Stelle umfasst unter anderem die Begleitforschung zu Einstellungen, Wünschen und Sorgen von Patienten*innen, deren Daten nach Aufklärung und Einwilligung in GHGA gesammelt und genutzt werden sollen. Die sozialempirische Forschung soll ein Grundlagenverständnis legen für Informationsangebote für Patienten*innen und Möglichkeiten der Partizipation und/oder Repräsentation von Patienten*innen in GHGA. Hierfür sollen vor allem qualitative Methoden (z.B. teilnehmende Beobachtung und  Experteninterviews) zum Einsatz kommen.

Die ausgeschriebene sozialwissenschaftliche Forschungsstelle wird eng mit einer ebenfalls in GHGA angesiedelten medizinethischen Forschungsstelle kooperieren. Die sozialempirischen Ergebnisse sollen auch Grundlage der Ausarbeitung von zu publizierenden medizinethischen Analysen und Praxisempfehlungen werden. Ein interdisziplinäres Arbeiten sowie die inhaltliche Einarbeitung in soziale, regulative, organisatorische und normative Aspekte, Fragestellungen und Thematiken aus dem zu erforschenden Feld generell und der GHGA im Speziellen sind unverzichtbar. Die einzustellende Person wird Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe Translationale Medizinethik (Leitung Prof. Eva Winkler) werden. 

Aufgabengebiet:

  • Selbstständige sozialempirische Forschung und Projektarbeit
  • Ausarbeitung von konkreten Handlungsempfehlungen für die Praxis (Implementierung) und Wissenschaftliches Publizieren
  • Mitarbeit in einem großen Forschungs- und Infrastrukturkonsortium inklusive praktischer Serviceleistungen im Konsortium
  • Enge Zusammenarbeit und Abstimmungen mit anderen Disziplinen, Standorten und Vertretern*innen im GHGA Konsortium
  • Enger Austausch und Zusammenarbeit innerhalb der interdisziplinären Arbeitsgruppe Translationale Medizinethik

Voraussetzungen:

  • Abgeschlossenes Studium einer Sozialwissenschaft, der Psychologie oder anderer einschlägiger Fächer (Promotion oder vergleichbare Leistungen sind wünschenswert)
  • Ausgewiesene Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung sozialempirischer Methoden, insbesondere der qualitativen Interviewforschung, die zu selbstständigem Arbeiten und Forschen befähigen
  • Interesse an medizinethischen und forschungsethischen Fragestellungen und Bereitschaft, sich in die normativen Diskurse einzuarbeiten; Vorkenntnisse in der Medizinethik sind wünschenswert
  • Hohe Fähigkeiten im wissenschaftlich-analytischen Umgang mit und Anfertigen von Texten, auch in Englisch
  • Freundliches Auftreten, sicherer Umgang mit Menschen, Zuverlässigkeit, Loyalität, Teamfähigkeit

Unser Angebot:

  • Mitarbeit in einer interdisziplinären medizinethischen Forschungsgruppe
  • Starker Praxisbezug und Bearbeitung aktueller empirischer und normativer Probleme aus dem dynamischen Kontext moderner biomedizinischer datenintensiver Forschung und Versorgung
  • Zusammenarbeit mit Experten*innen ihres Faches und aus den Bereichen der Medizin- und Bioinformatik, Onkologie, Biologie, Rechtswissenschaften, Ethik etc. und Mitarbeit in GHGA – einem innovativen, national und international vernetztem Forschungskonsortium
  • Teilnahme an internen und externen Fortbildungen, nationalen Steuerungsgremien, Kongressen wird gewünscht und gefördert
  • Vergütung nach TV-L

Bei Fragen richten Sie sich bitte an Herrn Dr. phil. Christoph Schickhardt, christoph.schickhardt(at)med.uni-heidelberg.de; Telefon: 06221- 56  36 756.

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen (bitte alles in elektronischer Form und in einer PDF Datei) senden Sie bitte mit Angabe des Kennworts bis zum 31. Januar 2021 an personal.jaeger@med.uni-heidelberg.de

Das Universitätsklinikum strebt die Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen sie unterrepräsentiert sind. Entsprechend qualifizierte Frauen werden um ihre Bewerbung gebeten.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt.