Nachwuchspreis bester Vortrag

Seit 2014 vergibt die AEM einen Nachwuchspreis für den besten Vortrag im Rahmen der Jahrestagung.

Der Preis ist mit € 500,– dotiert und erfordert eine Bewerbung. Bewerber*innen dürfen nicht älter als 39 Jahre und noch nicht habilitiert sein. Liegt eine abgeschlossene Doktorarbeit vor, dürfen seit dem Promotionsdatum maximal 5 Jahre vergangen sein. Eine Verlängerung dieser Frist, z. B. aufgrund von Kindererziehung oder Berufstätigkeit außerhalb der Wissenschaft, kann auf Anfrage gewährt werden. Zudem darf die Person den Preis für den besten Vortrag nicht schon einmal gewonnen haben. Ein Preiskomitee wählt die/den Preisträger*in aus. Die Verleihung des Preises erfolgt im Rahmen der letzten Plenarsitzung der jeweiligen Jahrestagung.

Preisträgerin 2026

Pezi Veronica Mang erhält Nachwuchspreis für den besten Vortrag.

Alljährlich wird ein Nachwuchspreis für den besten Vortrag vergeben, so auch bei der Jahrestagung der AEM 2026 in Oldenburg. In diesem Jahr ging der Preis an Pezi Veronica Mang für ihren Vortrag:

Advance Care Planning – auch ein Ansatz für die Vorausplanung medizinisch begleiteter Geburten?

Advance Care Planning (ACP) bezeichnet einen Ansatz, bei dem Menschen ihre Vorstellungen zu medizinischen Behandlungen frühzeitig festhalten, damit diese auch im Fall einer späteren Einwilligungsunfähigkeit berücksichtigt werden können. Der preisgekrönte Vortrag diskutiert, inwiefern sich der für Entscheidungen am Lebensende entwickelte Ansatz auf medizinisch begleitete Geburten übertragen lässt und ob ACP dazu beitragen kann, die Behandlung stärker an den Präferenzen der Gebärenden auszurichten. Zur ethischen Bewertung werden berufsethische Pflichten der beteiligten Berufsgruppen rekonstruiert und Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit Expert*innen herangezogen.

Pezi Veronica Mang ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Bisherige Preisträger*innen

Andre Nowak: Das „bloße“ Weiterleben als Therapieziel? Herausforderungen des Indikationsbegriffs bei der Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen

Pranab Rudra: Delegation informierter Einwilligung an KI-Chatbots

Anna Hirsch: Philosophisch-konzeptionelle Kompetenzen und ihr Beitrag zur Medizinethik – Beispiele anhand des Konflikts zwischen Autonomie und Wohlergehen

Eike Buhr: Technische Assistenzsysteme und Menschen mit Demenz – eine ethische Analyse der Beziehungsgestaltung im Film anhand des Beispiels Robot & Frank

Esther Braun: Die Zukunft des assistierten Suizids in Deutschland – wäre ein Ausschluss von Menschen mit psychischen Erkrankungen diskriminierend?

Niklas Ellerich-Groppe: Stereotype Roboter – stereotype Lebensqualität? Perspektiven einer diversitätsbewussten Pflegerobotik und Lebensqualitätskonzeption

Matthé Scholten:
 Nachteilige Behandlung aufgrund von Gruppenzugehörigkeit? Selbstbestimmungsfähigkeit, stellvertretende Entscheidungsfindung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Störungen

Laura Wackers: 
Telecare or Telescreen – Privatheitsverlust im Namen der Autonomie?

Marcel Mertz: 
Values, Waste und Selbstkritik: Was macht eigentlich medizinethische Forschung wertvoll?

Corinna Klingler: Herausforderungen in der Patientenversorgung für immigrierte Ärzte in deutschen Krankenhäusern

Nils Heyen: 
Auf dem Weg zu einer technokratischen Biomedizin? Soziologische Analysen am Beispiel der prädiktiven Gendiagnostik

Verleihung des AEM-Nachwuchspreises
Preisträger 2025: Andre Nowak